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"Ich weiß, was Du morgen getan hast" - Die Tricks der Datensammler im Web


Rahmen


Das Web 2.0 war gestern. Längst werden die vom Nutzer hochgeladenen Inhalte mit dem Surfverhalten dieser Personen kombiniert. Insbesondere vermeintlich kostenlose Plattformen unterstützen den privaten wie auch beruflichen Alltag durch die Organisation von Geschäftsreisen, Konferenzen, Teilen von Fotos und Erstellung von Blogs. Zudem arrangieren moderne Browser ein komfortables und effizientes Surfen – nicht selten auch durch das Speichern benutzerbezogener Daten.

Doch der Fall "Facebook und Cambridge Analytica" hat gezeigt, dass diese Angebote umfassend das Surfverhalten des Nutzers erfassen, sammeln und analysieren. Das sogenannte Behavioural Tracking erfolgt nur noch zu ca. 60% auf der Basis von Cookies – kleinen digitalen Datenplätzchen auf Ihrem Rechner, die Ihr Surfverhalten erfassen und zur Analyse weitergeben.  Neuere Technologien setzen auf das Fingerprinting Ihres Browsers und Ihrer Rechnerhardware mit dessen Hilfe Cross Device Tracking möglich ist.

Sie verstehen nur Bahnhof? Kein Problem. Der Vortrag zeigt an einfachen Beispielen, warum der Otto-Normalbürger Überwachung liebt.

Welche Auswirkung hat die kommerzielle Aufzeichnung von Surfverhalten auf Seiten wie Facebook, Amazon, Google und USA.gov – auch vor dem Hintergrund von staatlicher Überwachungsaktionen wie z.B. PRISM und Cambridge Analytica? Wie können Trackingkonzepte zu einer digitalen Diskriminierung, wie im Beispiel Orbitz.com, führen? Ist eine effiziente Nutzung des Internets ohne Tracking überhaupt denkbar?

Live im Internet wird demonstriert, was Cookies & Browserfingerprinting bewirken und wie diese schlimmstenfalls zu einer Web-Diskriminierung eingesetzt werden können. Wer sich also schon mal gewundert hat, warum bei einer Googlesuche zum erst kürzlich gekauften Rasenmäher nun das passende Gartensortiment erscheint, erhält in diesem Vortrag die Antworten hierauf.

Inhalt

Das von Steve Rambam geprägte Zitat „Privacy Is Dead – Get Over It“ („Privatspähre ist tot, kommt endlich darüber weg“) wird in dem bildreichen, webbasierten Live-Vortrag widerlegt.

Am Beispiel eines reisenden Geschäftsmanns, der verschiedene Angebote wie Amazon, Facebook, Twitter, GoogleMaps, Zalando, Bahn.de, MyTaxi u.v.m. zur Vorbreitung und Durchführung seiner Reisen und Einkäufe nutzt, wird mit Hilfe verschiedener Firefox-Plugins anschaulich verdeutlicht, wie berufliche und private Daten derzeit kommerziell und staatlich erhoben, ausgewertet und weiter verwendet werden. Abschließend wird erläutert, wie Sie sich mit einfachen technischen Mitteln vor dem Verlust privater Daten schützen können.

Agenda

  1. Schutzbedürfnis privater Daten
  2. Tracking durch kommerzielle Anbieter
  3. Tracking durch staatliche Anbieter
  4. Schutzmöglichkeiten für Notebook und Handy

Dauer

ca. 60 Minuten