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Medienmacht und Medienlüge - Von Filterblasen zu Fakenews


Rahmen

Ein Konzern, wie Amazon, nutzt bereits heute Behavioural Tracking. Es handelt sich hierbei um einen Mechanismus zur Ermittlung von Daten über einen Konsumenten, um Werbung auf diese Person zuzuschneiden. Durch diese kontextbezogene Textwerbung können Streuverluste bei der Onlinewerbung reduziert werden. Außerdem wird die Relevanz der Werbung erhöht, da nur potentiellen Interessenten die Werbung angezeigt wird. Um die Zielgruppe auszuwählen, werden verschiedene Methoden angewandt. Häufig dient das inhaltliche Umfeld der Person (individuelle Filterblase) zur Orientierung, wem welche Werbung präsentiert werden soll.

Nun stellen Sie sich Prinzip bei politischen Wahlen vor. Reicht künftig ein kleiner digitaler Schubs, um Wählerstimmen zu beeinflussen?

Inhalt

Im ersten Teil legt der Referent zunächst durch praktisches Einkaufsverhalten auf Zalando & Co. die Basis für sein Profil: weiblich, übergewichtig, Alter zwischen 40 und 45 Jahren & Leserin der Boulevard-Presse. Darauf aufbauen werden die für diese Person passenden Schlagzeilen aus der Boulevard-Presse auf Basis des Profils automatisch generiert. Der Zuschauer darf nun miträtseln, welche Wahrheit wirklich hinter den Schlagzeilen steckt. Die Erkenntnis: Ein Entkommen aus der "Filterblase" ist nur schwer möglich.

Live im Internet wird im zweiten Teil demonstriert, was Cookies & Browserfingerprinting bewirken und wie diese schlimmstenfalls zu einer Web-Diskriminierung eingesetzt werden können. Darauf aufbauend werden dem arglosen Nutzer scheinbar wichtige Informationen passend zum digitalen Profil präsentiert. Der Unterschied zwischen echten Nachrichten und Fake-News verschwimmt, ein Entkommen aus der sogenannten "Filterblase" erscheint unmöglich.

Dauer

ca. 60 Minuten